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Das Hauptelement des Adressierbaren Brandmeldesystems ACSP, d. h. Gerät, das den Betrieb aller seiner Elemente steuert, ist die Brandmelderzentrale ACSP-402.

ACSP-402 kann zwei adressierbare Melderlinien in der Ringtopologie (geschlossene Leitungen) mit jeweils 128 adressierbaren Geräten unterstützen. Es ist auch der Betrieb in Stichtopologie möglich – Unterstützung für bis zu 4 Stichleitungen (offene Linien). Die Zentrale unterstützt auch Ringleitungen mit Abzweigungen (Stichen) – diese Abzweigungen enthalten adressierbare Geräte.

Die Installation kann um konventionelle automatische und manuelle Melder erweitert werden. Diese werden mittels sog. Modul der Seitenlinie angeschlossen, die in einem adressierbaren Loop oder Stich betrieben werden.



Im Rahmen des ACSP-Systems kann eine Reihe von adressierbaren Brandmeldern betrieben werden – automatischen und nichtautomatischen (manuellen). Die Aufgabe der ersten ist selbstständige Branderkennung, während die letzten es ermöglichen, den sich in einem Objekt befindenden Personen einen bemerkten Brand zu melden.
automatische Brandmelder
Rauchmelder, Wärmemelder, Mehrkriterienmelder
Handfeuermelder
für Innen und Außen

Dank dem Betrieb mit adressierbaren Modulen der Seitenlinie MLB-400 kann die Zentrale auch konventionelle Brandmelder unterstützen, sowohl automatische Melder als auch Handfeuermelder.
Als Reaktion auf die von den Meldern empfangenen Signale über Brand kann die Zentrale adressierbare Signalgeber auslösen. Dank der Option, Geräte mit bestimmten Adressen zu aktivieren, ist eine unabhängige Alarmierung (Evakuierungssteuerung) in verschiedenen Gebäudeteilen möglich.
Die Anzahl der Signalgeber im System kann durch den Anschluss konventioneller Signalgeber an spezielle Ausgänge der Zentrale ACSP-402 erhöht werden.
Die Zentrale ACSP-402 hat Ausgänge zur Übertragung von Brand- oder Störungsmeldungen. Dadurch ist es im Falle der Zusammenarbeit mit den Systemen für Alarmaufschaltung möglich, automatisch und sofort die Rettungs- und Feuerwehrdienste zu rufen. Solche Funktionalität verkürzt maximal die Zeit, die zwischen der Branderkennung und dem Beginn einer Rettungsaktion vergeht.


Die Platine der Zentrale ACSP-402 und die adressierbaren Module MIO-400 haben programmierbare Eingänge und Ausgänge. Durch ihre Unterstützung kann die Zentrale den Betrieb der angeschlossenen Geräte oder Brandschutzsysteme, wie z. B. Brandlüftung, Brandschutztore oder Feuerlöschanlagen, sowohl überwachen als auch steuern.
Die Zustandsüberwachung und Steuerung des Betriebs anderer externer Geräte, z. B. Aufzugssteuerungen, ist ein weiterer Vorteil der Zentrale ACSP-402. Auch der Betrieb z. B. mit einem Zutrittskontrollsystem oder akustischem Warnsystem ist möglich.

Im Rahmen jeder Überwachungszone kann ein von 19 Alarmierungsvarianten im einstufigen und zweistufigen Modus gewählt werden. Diese entsprechen unterschiedlichen, spezifischen Algorithmen zur Erkennung eines Brandes in der frühesten Phase seiner Entwicklung. Die Wahl eines optimalen Alarmierungstyps hat zum Ziel, den Betrieb des Systems bestmöglich an die Bedingungen in der Zone – dem gewählten Bereich – anzupassen.
Die Rauchmelder können sog. interaktive Empfindlichkeit in einer gegebenen Zone nutzen. Was bedeutet das? Wenn ein Melder geringe Rauchmengen erkennt, schalten die anderen in den Modus mit erhöhter Empfindlichkeit um, um einen Brand schneller und zuverlässiger zu bestätigen.
Die richtige Wahl des Alarmierungstyps in den Zonen hat einen direkten Einfluss auf die Verringerung des Auftretens von Falschalarmen. Die korrekte Konfiguration der Brandmelder ist eine weitere Möglichkeit, das Auftreten von Fehlalarmen zu reduzieren. Es gibt nämlich die Option, die Empfindlichkeit entsprechend dem Arbeitsplan des Personals zu ändern – niedrigere Empfindlichkeit, wenn Personen im Objekt anwesend sind, höhere Empfindlichkeit, wenn das Objekt leer ist.
Ein zusätzlicher Schutz vor Fehlalarmen ist die bei Rauchmeldern verwendete Anpassung der Ansprechschwelle. Dies sorgt dafür, dass die Geräte unabhängig vom wechselnden Verschmutzungsgrad der optischen Kammer ihre Empfindlichkeit auf einem einheitlichen Niveau halten.

Falls keine Verknüpfung mit einem bestimmten Element besteht, informiert die gegebene Parallelanzeige über Ereignisse im gesamten System. Adressierbare Parallelanzeigen, im Vergleich zu den konventionellen, haben den Vorteil, dass sie nicht direkt mit dem Melder verbunden werden müssen, um einen Alarm vom gewählten Melder aus zu signalisieren, was die Kosten senkt und die Installation vereinfacht.

Für die Bedienung des ACSP-Systems kann das abgesetzte Bedienfeld APSP-402 verwendet werden, welches sogar bis zu 1 km von der Zentrale entfernt platziert werden kann. Das System wird von diesem Bedienfeld aus auf die gleiche Weise bedient wie von der Zentrale aus – der Benutzer erhält vollen Zugriff sowohl auf Systeminformationen als auch auf dessen alle Funktionen. Ein zusätzlicher Vorteil solch einer Lösung besteht darin, dass das Personal nicht in der Bedienung von anderen Geräten als der Zentrale geschult werden muss.

Der Fernzugriff auf den Systemzustand kann mithilfe der Virtual APSP erlangt werden. Verfügbar sowohl für Computer als auch für mobile Geräte.
Die Verbindung mit der Zentrale erfolgt über das Ethernet-Modul, die übertragenen Daten sind verschlüsselt. Auf diese Weise können nicht nur Serviceprobleme überprüft, aber auch aktuelle Alarme oder Ereignisverlauf durchgesehen werden.

Mithilfe der Tasten auf dem Bedienfeld der Zentrale kann das ACSP-System konfiguriert und dessen Einstellungen geändert werden. Die zweite und gleichzeitig bequemere und nutzerfreundlichere Möglichkeit ist die Arbeit mit der Software ACSP Soft.
Während des Identifizierungsprozesses erkennt die Zentrale automatisch die Topologie und alle Loop-Teilnehmer – die Struktur wird sofort grafisch in der Software abgebildet.
Der automatische Identifizierungsprozess endet mit der Betriebsbereitschaft des Systems – in der Grundkonfiguration.
Die Software verbessert die Diagnose eventueller Installationsprobleme, z. B. im Zusammenhang mit der Verkabelung, und erleichtert deren Lokalisierung. Es ist die Funktion zur Verifizierung der Loopelemente verfügbar, die bei Ausführung prüft, welche Änderungen seit der letzten Identifizierung eingeführt wurden.
Die Möglichkeit, einen Ein-Mann-Test des Systems durchzuführen, sowie der Versand von E-Mails mit Daten über die Verschmutzung von automatischen Brandmeldern sind einige der Lösungen, die zum Ziel haben, die Wartung und Instandhaltung des Systems auch während des laufenden Betriebs zu verbessern.
Einige der im Rahmen des ACSP-Systems verwendeten Lösungen zielen neben der Erhöhung von funktionellen Qualitäten darauf ab, die Kosten der Systemimplementierung und des Betriebs zu senken.
Möglichkeit, vorhandene Elemente eines konventionellen Systems mithilfe des Moduls der Seitenlinie in die Installation einzubinden
Möglichkeit, einen Ein-Mann-Test der Handmelder durchzuführen, ohne dass zusätzliche Personen beteiligt sein müssen
Reduzierung des Verdrahtungsaufwands in der Installation dank der Verwendung von adressierbaren Parallelanzeigen
integriertes Netzteil mit Akkupufferung 12 V als Notstromversorgung – betrifft sowohl die Zentrale als auch das abgesetzte Bedienfeld
dank den in MIO-400 verwendeten Relais für hohe Belastungen können direkt verschiedene Geräte gesteuert werden
präzise Lokalisierung der brandgefährdeten Orte durch Geräteadressierung
Lösungen zur Senkung der Installationskosten – u. a. ein einzelner Backup-Akkumulator
effektive Funktionen zur Beschleunigung der Wartung – u. a. Ein-Mann-Test
erweiterte Diagnostik zur schnelleren Verfolgung möglicher Fehlfunktionen des gesamten Systems und einzelner Geräte
einfaches und bequemes Programmieren
übersichtliche Vorschau des Systemzustands in der Anwendung für Computer und Mobilgeräte

Integration mit INTEGRUM zur Visualisierung des aktuellen Systemzustands
fernbedienbar über abgesetztes Bedienfeld
spezielle Eingänge/Ausgänge zur Überwachung und Steuerung von Fremdgeräten: z. B. Rauchabzugsanlagen oder Aufzugssteuerungen
bestehende Teile des konventionellen CSP-Systems in Installation einbindbar

Der Hardware-Konfigurator SSPX ist ein anwenderfreundliches und praktisches Werkzeug für die Planung von Brandmeldesystemen mit SATEL-Geräten – sowohl adressierbaren als auch konventionellen. Die äußerst intuitive Benutzeroberfläche des Programms macht den Projekterstellungsprozess schnell und effektiv