ADRESSIERBARES BRANDMELDESYSTEM

Die Aufgabe des ACSP ist es, einen Brand im Frühstadium wirksam zu erkennen, diese Situation optisch oder akustisch zu signalisieren, sowie entsprechende Dienste zu benachrichtigen.

Die genaue Ortung des Brandereignisses – in Verbindung mit einer raschen Reaktion darauf – ermöglicht, sofort Brandbekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen und eine wirksame Evakuierung von Personen aus gefährlichem Bereich durchzuführen.

Das ACSP-System ist für verschiedene Objekttypen ausgelegt:

Hotels

Bürohäuser

Produktions-betriebe

Handelszentren

öffentliche Gebäude

Verkehrsknoten-punkte

Herzstück des Systems

Das Hauptelement des Adressierbaren Brandmeldesystems ACSP, d. h. Gerät, das den Betrieb aller seiner Elemente steuert, ist die Brandmelderzentrale ACSP-402.

Topologie oder Installationsanordnung

ACSP-402 kann zwei adressierbare Melderlinien in der Ringtopologie (geschlossene Leitungen) mit jeweils 128 adressierbaren Geräten unterstützen. Es ist auch der Betrieb in Stichtopologie möglich – Unterstützung für bis zu 4 Stichleitungen (offene Linien). Die Zentrale unterstützt auch Ringleitungen mit Abzweigungen (Stichen) – diese Abzweigungen enthalten adressierbare Geräte.

Konventionelle Geräte

Die Installation kann um konventionelle automatische und manuelle Melder erweitert werden. Diese werden mittels sog. Modul der Seitenlinie angeschlossen, die in einem adressierbaren Loop oder Stich betrieben werden.

Klare Einteilung

Eine effiziente und genaue Identifizierung des Ortes, an dem ein Brand erkannt (gemeldet) wird, ist das Ergebnis der Einteilung des Systems in unabhängige Zonen, von denen es bis zu 256 geben kann. Eine einzelne Zone kann bis zu 32 Brandmelder enthalten. Die adressierbaren Signalgeber und Anzeigen können dagegen über die Erkennung von Ereignissen in einzelnen Systemteilen informieren.

ACSP von SATEL

Die tragischsten Brandfolgen können vermieden werden

Wirksame Erkennung

Im Rahmen des ACSP-Systems kann eine Reihe von adressierbaren Brandmeldern betrieben werden – automatischen und nichtautomatischen (manuellen). Die Aufgabe der ersten ist selbstständige Branderkennung, während die letzten es ermöglichen, den sich in einem Objekt befindenden Personen einen bemerkten Brand zu melden.

automatische Brandmelder

Rauchmelder, Wärmemelder, Mehrkriterienmelder

Handfeuermelder

für Innen und Außen

Modul der Seitenlinie

Dank dem Betrieb mit adressierbaren Modulen der Seitenlinie MLB-400 kann die Zentrale auch konventionelle Brandmelder unterstützen, sowohl automatische Melder als auch Handfeuermelder.

Sygnalizatory

Laute akustische Signalisierung

Als Reaktion auf die von den Meldern empfangenen Signale über Brand kann die Zentrale adressierbare Signalgeber auslösen. Dank der Option, Geräte mit bestimmten Adressen zu aktivieren, ist eine unabhängige Alarmierung (Evakuierungssteuerung) in verschiedenen Gebäudeteilen möglich.

Die Anzahl der Signalgeber im System kann durch den Anschluss konventioneller Signalgeber an spezielle Ausgänge der Zentrale ACSP-402 erhöht werden.

Automatische Benachrichtigung der Rettungsdienste

Die Zentrale ACSP-402 hat Ausgänge zur Übertragung von Brand- oder Störungsmeldungen. Dadurch ist es im Falle der Zusammenarbeit mit den Systemen für Alarmaufschaltung möglich, automatisch und sofort die Rettungs- und Feuerwehrdienste zu rufen. Solche Funktionalität verkürzt maximal die Zeit, die zwischen der Branderkennung und dem Beginn einer Rettungsaktion vergeht.

Betrieb mit externen Geräten

Die Platine der Zentrale ACSP-402 und die adressierbaren Module MIO-400 haben programmierbare Eingänge und Ausgänge. Durch ihre Unterstützung kann die Zentrale den Betrieb der angeschlossenen Geräte oder Brandschutzsysteme, wie z. B. Brandlüftung, Brandschutztore oder Feuerlöschanlagen, sowohl überwachen als auch steuern.

Die Zustandsüberwachung und Steuerung des Betriebs anderer externer Geräte, z. B. Aufzugssteuerungen, ist ein weiterer Vorteil der Zentrale ACSP-402. Auch der Betrieb z. B. mit einem Zutrittskontrollsystem oder akustischem Warnsystem ist möglich.

Effektive Branderkennung

Im Rahmen jeder Überwachungszone kann ein von 19 Alarmierungsvarianten im einstufigen und zweistufigen Modus gewählt werden. Diese entsprechen unterschiedlichen, spezifischen Algorithmen zur Erkennung eines Brandes in der frühesten Phase seiner Entwicklung. Die Wahl eines optimalen Alarmierungstyps hat zum Ziel, den Betrieb des Systems bestmöglich an die Bedingungen in der Zone – dem gewählten Bereich – anzupassen.

Die Rauchmelder können sog. interaktive Empfindlichkeit in einer gegebenen Zone nutzen. Was bedeutet das? Wenn ein Melder geringe Rauchmengen erkennt, schalten die anderen in den Modus mit erhöhter Empfindlichkeit um, um einen Brand schneller und zuverlässiger zu bestätigen.

Wie funktioniert der Melder DRP-400

Ohne Falschalarme

Die richtige Wahl des Alarmierungstyps in den Zonen hat einen direkten Einfluss auf die Verringerung des Auftretens von Falschalarmen. Die korrekte Konfiguration der Brandmelder ist eine weitere Möglichkeit, das Auftreten von Fehlalarmen zu reduzieren. Es gibt nämlich die Option, die Empfindlichkeit entsprechend dem Arbeitsplan des Personals zu ändern – niedrigere Empfindlichkeit, wenn Personen im Objekt anwesend sind, höhere Empfindlichkeit, wenn das Objekt leer ist.

Ein zusätzlicher Schutz vor Fehlalarmen ist die bei Rauchmeldern verwendete Anpassung der Ansprechschwelle. Dies sorgt dafür, dass die Geräte unabhängig vom wechselnden Verschmutzungsgrad der optischen Kammer ihre Empfindlichkeit auf einem einheitlichen Niveau halten.

Melder DRP-400 - Verschmutzungskompensa-tion

Optische Signalisierung

Im Rahmen des ACSP-Systems sind adressierbare Parallelanzeigen erhältlich. Diese Geräte können mit einer Zone, Gruppe oder einem anderen einzelnen Systemelement verknüpft werden. In der Folge wird die Parallelanzeige über Ereignisse (nicht nur Alarme, aber auch Störungen oder Abschaltungen) in der Zone, Gruppe oder über Ereignisse in Bezug auf ein gewähltes Gerät informieren.

Falls keine Verknüpfung mit einem bestimmten Element besteht, informiert die gegebene Parallelanzeige über Ereignisse im gesamten System. Adressierbare Parallelanzeigen, im Vergleich zu den konventionellen, haben den Vorteil, dass sie nicht direkt mit dem Melder verbunden werden müssen, um einen Alarm vom gewählten Melder aus zu signalisieren, was die Kosten senkt und die Installation vereinfacht.

WZ-400 - Störungsmeldung

WZ-400 - Brandmeldung  

Bequeme Fernbedienung

Sogar bis zu 1000 Meter!

Für die Bedienung des ACSP-Systems kann das abgesetzte Bedienfeld APSP-402 verwendet werden, welches sogar bis zu 1 km von der Zentrale entfernt platziert werden kann. Das System wird von diesem Bedienfeld aus auf die gleiche Weise bedient wie von der Zentrale aus – der Benutzer erhält vollen Zugriff sowohl auf Systeminformationen als auch auf dessen alle Funktionen. Ein zusätzlicher Vorteil solch einer Lösung besteht darin, dass das Personal nicht in der Bedienung von anderen Geräten als der Zentrale geschult werden muss.

Einblick in den Systemzustand vom beliebigen Ort aus

Der Fernzugriff auf den Systemzustand kann mithilfe der Virtual APSP erlangt werden. Verfügbar sowohl für Computer als auch für mobile Geräte.

Die Verbindung mit der Zentrale erfolgt über das Ethernet-Modul, die übertragenen Daten sind verschlüsselt. Auf diese Weise können nicht nur Serviceprobleme überprüft, aber auch aktuelle Alarme oder Ereignisverlauf durchgesehen werden.

Der Zustand des Systems ACSP kann grafisch (auf Lage- und Objektplänen) auch in der INTEGRUM Software präsentiert werden. Sie ermöglicht Integration und Verwaltung von verteilten Sicherheitssystemen, die auf Alarmzentralen INTEGRA und INTEGRA Plus basieren.

Bequeme und einfache Konfiguration

Mithilfe der Tasten auf dem Bedienfeld der Zentrale kann das ACSP-System konfiguriert und dessen Einstellungen geändert werden. Die zweite und gleichzeitig bequemere und nutzerfreundlichere Möglichkeit ist die Arbeit mit der Software ACSP Soft.

Während des Identifizierungsprozesses erkennt die Zentrale automatisch die Topologie und alle Loop-Teilnehmer – die Struktur wird sofort grafisch in der Software abgebildet.

Der automatische Identifizierungsprozess endet mit der Betriebsbereitschaft des Systems – in der Grundkonfiguration.

Die Software verbessert die Diagnose eventueller Installationsprobleme, z. B. im Zusammenhang mit der Verkabelung, und erleichtert deren Lokalisierung. Es ist die Funktion zur Verifizierung der Loopelemente verfügbar, die bei Ausführung prüft, welche Änderungen seit der letzten Identifizierung eingeführt wurden.

 

Programm ACSP Soft

Einfaches Testen

Die Möglichkeit, einen Ein-Mann-Test des Systems durchzuführen, sowie der Versand von E-Mails mit Daten über die Verschmutzung von automatischen Brandmeldern sind einige der Lösungen, die zum Ziel haben, die Wartung und Instandhaltung des Systems auch während des laufenden Betriebs zu verbessern.

Kostensenkung

Einige der im Rahmen des ACSP-Systems verwendeten Lösungen zielen neben der Erhöhung von funktionellen Qualitäten darauf ab, die Kosten der Systemimplementierung und des Betriebs zu senken.

Möglichkeit, vorhandene Elemente eines konventionellen Systems mithilfe des Moduls der Seitenlinie in die Installation einzubinden

Möglichkeit, einen Ein-Mann-Test der Handmelder durchzuführen, ohne dass zusätzliche Personen beteiligt sein müssen

Reduzierung des Verdrahtungsaufwands in der Installation dank der Verwendung von adressierbaren Parallelanzeigen

integriertes Netzteil mit Akkupufferung 12 V als Notstromversorgung – betrifft sowohl die Zentrale als auch das abgesetzte Bedienfeld

dank den in MIO-400 verwendeten Relais für hohe Belastungen können direkt verschiedene Geräte gesteuert werden

Beispielhaftes Systemschema

Warum ACSP?

präzise Lokalisierung der brandgefährdeten Orte durch Geräteadressierung

Lösungen zur Senkung der Installationskosten – u. a. ein einzelner Backup-Akkumulator

effektive Funktionen zur Beschleunigung der Wartung – u. a. Ein-Mann-Test

erweiterte Diagnostik zur schnelleren Verfolgung möglicher Fehlfunktionen des gesamten Systems und einzelner Geräte

einfaches und bequemes Programmieren

übersichtliche Vorschau des Systemzustands in der Anwendung für Computer und Mobilgeräte

Integration mit INTEGRUM zur Visualisierung des aktuellen Systemzustands

fernbedienbar über abgesetztes Bedienfeld

spezielle Eingänge/Ausgänge zur Überwachung und Steuerung von Fremdgeräten: z. B. Rauchabzugsanlagen oder Aufzugssteuerungen

bestehende Teile des konventionellen CSP-Systems in Installation einbindbar

Schnelle und bequeme Systemplanung mit dem SSPX Konfigurator

Der Hardware-Konfigurator SSPX ist ein anwenderfreundliches und praktisches Werkzeug für die Planung von Brandmeldesystemen mit SATEL-Geräten – sowohl adressierbaren als auch konventionellen. Die äußerst intuitive Benutzeroberfläche des Programms macht den Projekterstellungsprozess schnell und effektiv

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